2015-09-17

BERLIN ART WEEK 2015


Eröffnung der Berlin Art Week 2015 

Eröffnung der Berlin Art Week dieses Jahr an 5 Orten + 1
NGBK in der Oranienstraße
Berlinische Galerie
Deutsche Bank Kunsthalle
KW in der Auguststraße
+ Eisinstallation vor der Neuen Nationalgalerie 



http://www.berlinartweek.de/de/berlin-art-week.html
http://www.berlinartweek.de/de/programm/magazin.html 

STADT/BILD. Brandlhuber + Hartweck, Mayfried - BG - 

Fotos: Ada
Berlinische Galerie
spiegli 1
Bücherwand: The Dialog City - Berlin wird Berlin + Architektenregal




Brandlhuber & Konsorten. Architekten









Archiv und Sammlung der Galerie Renè Block - BG -



Renè Block

Beuys + spiegli 2




Jean Tinguely



 Inge Mahn

STADT/BILD. XENOPOLIS - Deutsche Bank Kunsthalle -





STADT/BILD.  WELCOME TO THE JUNGLE - KW Institute for Contemporary Art -

DEIN LAND EXISTIERT NICHT
Gang durch den Kelller zum Dschungel
vorbei an fast nackten, schwitzenden, posierenden Guys



 spiegli 3 im Pseudodschungel




SALON OF HYBRID THINGS - Auguststraße

hier bin ich vor vielen Jahren Christof Schlingensief begegnet, als der Raum noch sein Atelier war. 





spiegli 4




street art in der Auguststraße

Zur Galeriennacht am nächsten Tag

von 18:00 - 21:00. Wo ist da die Nacht?

Es war unspektakulär, tlw. langweilig. Und nicht alle Galerien in der Auguststraße, Linienstraße und darum herum hatten geöffnet. Irgendwie arm.

 

1. Galerie eigen + art



2. ehemalige Schule in der Auguststraße
    jetzt: Restaurant, Kennedymuseum, Ausstellungs- und Projekträume


spiegli 5

Fotowände wirken so täuschend echt, daß der schmale Flur wirkt wie ein rießig großer Raum




3. das imposante Atelier von Rainer Wicorek in der Auguststraße
mit Keller- und Hausflurausstellung






geht man von der Auguststraße aus durch die Heckmannhöfe, kommt man in die Oranienburgerstraße.
2 Häuser rechts von der Synagoge haben wir gewohnt - auf dem Kunsthof. 
Zu DDR-Zeiten ein lauter, wilder, schmutziger Betriebshof 
mit täglich jammernder + kreischender Eisensäge, voller Autos.
Die Straße heute: BarbieLaufsteg, offizieller Strich
Damals: interner Strich


 


2015-09-08

Zwischen Minus und Plus

Am Sonnabend, 5.9.2015, wurde die Ausstellung 

ZWISCHEN MINUS UND PLUS

in der Klosterkirche Angermünde eröffnet.




8 + 1 zwischen (-) und (+)

8 KünstlerInnen + 1 Poetin der Künstlergruppe umKunst stzten sich mit dem Thema 

ZWISCHEN MINUS UND PLUS auseinander.

Foto: Siegfried Haase



















   


Vielschichtig, zwischen Ernst + Humor, Spiel + politischer Brisanz.
Eine kurze bewegende Rede von Christian Uhlig zu Beginn der Vernissage.
10 Gedichte von Ines Baumgartl.
Davor und danach Musik.
Jeannine Jura, Klarinette und Florence Konkel, Violine, 
beide extra aus Berlin angereist,
improvisierten zu den ausgestellten Malereien, Skulpturen und Objekten 
als hätten sie die Werke wochenlang studiert und eigens dafür komponiert.
Florence bewegte sich Geige spielend, beinahe pantomimisch 
durch das fast im Raum schwebende Drahthaus von Klaus Schitthelm.
Ein Junge spielte fasziniert mit den von der Decke baumelnden
Stahlkugeln von Gerald Narr, darin sich Raum und Mensch tanzend spiegeln.
Andere Besucher wollten nicht von der schwingenden Kugel lassen, 
deren Form sich in zwei gegenüberliegenden Lehmkugelhälften wiederfindet.
Werden + Vergehen + Werden + Vergehen + Werden + .
Charlotte Bieligk, eine Finderin, hat Vitrinen gebaut mit Fundstücken. 
Zusammengerollte Schriften z.B., die sie im Dach ihres Hauses fand
oder Tierschädel, abgeschnittene Zöpfe, 
verblichene Spiegel - die ahnen lassen, wer da einmal hinein schaute.
Peter Heyn und Siegfried Haase griffen in Malerei und Objekt 
die aktuellen politischen Geschehnisse auf.
Krieg, Entsetzen, Vertreibung, Flucht, Hoffnung, Angst, Alleingelassensein.  
Christian Uhlig fordert die Betrachter mittels einer alten Lebensmittelwaage 
und Plus-/Minusteilen aus gebranntem, gefärbten Ton auf, 
ab zu wägen, ob sie eher zu plus oder eher zu minus tendieren.
Ist dein Glas halb voll oder halb leer?
Bei Inga Carrière dürfen die mathematischen Vorzeichen 
auf Glasspiegeln wandern
und der viel zu früh gegangene Malerkollege Gerhart Fuhrmann 
hinterläßt uns mit seinen letzten Bildern eine Ahnung von der Anderswelt.
  
                                  Plus oder Minus?

Fotos: Gerald Narr





2015-09-07

Besuch beim Käptn

Wochenendflucht 


Am Wochenede Dorfflucht. 
Dreifachparties im Dorf, rechts + links + gegenüber. 
Nix wie weg.
Und wohin?
Ans rauschende brausende Meer.
Diesmal nicht Rügen, nicht Lübecker Bucht, sondern Usedom.
Dort rauscht und braust nicht nur das Meer, sondern auch der Wahnsinnsurlauberverkehr. Immer noch. Trotz Saisonende. 
Aber ich wollte dort hin. Käptn`s diesjährige Ausstellung sehen.
Vorher Abendessen im Sonnenuntergang am Meer. 
Dann Autokino mit viel Action unter großem klaren Sternenhimmel
Endlich laut Popkorn schmatzen, Rotwein schlürfen können, Kommentare zum Film abgeben, Sitzlehne bequem zurückstellen - herrlich.
"Mission impossible". Tom Cruise - Superheld mit Humor. 
Schlafen im Wohnwagen. Charme der DDR - 70er. 


Wir - fast ganz alleine auf dem Platz.
Links Autokrach, rechts Autokrach, von oben Sturzregengeprassel + Orkangetöse. 
Und zum Frühstück frische Brötchen, Sonnenschein + Sturm.  


Was für ein Licht am Meer, was für ein Wolkentheater. 
Gezeichnet hätte ich gerne, die Windkinder aber hatten mit Papier + Stiften etwas anderes vor. 
Dafür hat mir das Meer einen Möwenflügel geschenkt. 
Für ein fliegendes Objekt vielleicht. Das widme ich dem zerfetzten Vogel.
Am Strand entlang, nach vielleicht 400m, kamen wir zu Käptn`s Abgang. 


Würde er noch leben, käme er wohl nicht mehr über die Straße. Bräuchte eine eigens für ihn aufgestellte Ampel.
Schön ist sein Garten + wunderbar schmecken die Birnen, die der Baum uns zu Füßen legte. 
Da steht noch die große alte Ernteleiter. Ob die wohl noch jemand benutzt? 

Bildunterschrift hinzufügen

„Obstgarten mit Leiter“, 1968/69,
Öl auf Lwd. 81,0 x 100,0 cm, WV 1854

Weil wir am ersten Sonntag im Monat zum Käptn kamen, gab es den Eintritt für Haus + Garten + Atelier für kleinen Preis.
Des Malers Geist schwebt noch immer durch die Räume, wenn auch nicht mehr so stark. 
Zuviel Veränderung, zuviel fremde Luft, dazwischen gedrängte Zeit. 
Den Duft seines starken Kaffees in der "Kaffeteria" rieche ich nicht mehr. 
Seine Stimme höre ich immer noch: 'Hast mir was mitgebracht? Wenn du mir nichts zeigst, zeig ich dir auch nichts.' Dabei hat er verschmitzt gelächelt und mir doch seine Bilder gezeigt. Er hatte wohl gespürt, daß ich vor Ehrfurcht + Schüchternheit nichts zum ansehen hatte. 
Dafür aber musste ich Modell sitzen. Da hat er mit Stiften das Papier maltretiert. 
Geschimpft + geflucht: 'dich kann ich nicht zeichnen'. hats zerknüllt + auf den Boden geworfen.
So bin ich vom Käptn zwar nicht verewigt, aber fortan musste ich nicht mehr still sitzen, sondern durfte mit ihm zeichnen.
Oder wir trinken Tee und er sagt: 'Das da ist mein Haus und das ist das Haus meiner Frau. Dazwischen der Waggon - Trennung und Verbindung. Guck nich so. Ehebetten machen die Ehe kaputt'. 
Wie recht er hatte. Damals, da war ich 20 Jahre alt, verliebt + verstand nicht, wovon er sprach.
Einmal kamen wir ihn besuchen. Er klagte:  'Ich war krank im Winter. Ganz schrecklich krank'. 
Wir sahen ihn schon am Tod vorbeischlittern. 
Wie er sich ergötzte an unseren ängstlichen Gesichtern. 
Dann blitzten seine Augen: 'Ich hatte Aquarellitis'. Und zeigte uns seine neuesten Arbeiten.
Fast wäre ich des Käptn Schülerin geworden. 'Kannst hier wohnen und mit mir malen, von mir lernen. 
Mußt nur meiner Frau im Haushalt helfen'. Sagte er Haushalt?
Auf Haushalt hatte ich keine Lust. Ich sah mich in Kittelschürze mit Lappen + Wischeimer, mit Pinseln, die vor Erschöpfung aus der Hand fallen würden. 
Haushalt machen versetzte mich in Panik. 
Verpasste Chance. 

Vorbei die Tage, als ich noch ganz alleine durch den Garten gehen konnte. 
Jetzt ist überall Mensch.
Das Auge + die Seele freut es dennoch.


Auf das Grab in Benz habe ich ihm eine Birne aus seinem Garten gelegt. 
Vielleicht wächst ja ein Baum daraus. 
Das Grab sieht recht traurig aus. Ein Birnbaum aber wäre schön dort. 
Jetzt gehe ich in mein Sommeratelier + male Käptn`s Birnen. 
Vielleicht freut es ihn da oben.



Käptns Beern




Fotos: Ada + Gerald

 http://www.atelier-otto-niemeyer-holstein.de/

Ausstellung vom 16. April bis 18. Oktober   
„Otto Niemeyer-Holstein – Im Garten der Bilder“




Freitag, den 23. Oktober 2015, 17.00 Uhr
Ausstellungseröffnung 

 „Horst Leifer – Otto Niemeyer-Holstein“

24. Oktober 2015 – 10. April 2016 

geöffnet Mi, Do, Sa, So 10.00 – 16.00 Uhr


2015-08-29

TAXI

nach einer Erzählung von Karen Duve

Was für ein Film.
Schön, gut, grandios, ... - alles  b l a.

D-Mark
Karottenhose
Kettenrauchen
leerer Kühlschrank
leere Wohnung
Sperrmüllmöbel
Sex
Beziehungsangst
Musik von der Kassette

Das Lebensgefühl der frühen 80er

ich möchte im Kino sitzen bleiben
und nächtelang 
mit Alex im Taxi durch Hamburg fahren
schrägen Vögeln und bekloppten Spießern begegnen
Bier trinken, rauchen mit ihr in der Punkkneipe
und zum einen oder anderen sagen
'halts Maul'



 

2015-08-10



LOVE ME OR LEAVE ME

im Uckermärkischen Nationaltheater 

Kulturgut Metzelthin 

http://www.kulturgut-metzelthin.de

 
Foto: Gerald Narr

Susanne Jansen  -  Schauspielerin, Sängerin, Powerfrau sang in Begleitung von Mr. Hideprime Songs von Nina Simone. 
Voller Kraft, Leidenschaft und Hingabe.
Manchmal stampfte sie mit dem Fuß auf, wenn Martin sich in der Musik verlor, 
ging in die Knie vor ihm, küßte ihm die Füße, dann ihn selbst.
Gesang, Musik, Performance.
Vollblut-Rampen-Weib.


Fotos: Gerald Narr




Fotos: Ada








2015-03-10

METROPOLIS in Bethanien

 "Metropolis
São Paulo - Venedig - Berlin"

Ausstellungsdauer: 17. März bis 30.Juni 2015


Gezeigt wird eine Auswahl von Originalgrafiken aus dem Leporellobuch "Metropolis", an dem über 300 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Ländern beteiligt sind.
In der Druckwerkstatt im Kunstquartier Bethanien werden die Arbeiten gezeigt, die in Venedig und den Metropolen São Paulo und Berlin entstanden sind.

Das Buchprojekt ist eine Zusammenarbeit verschiedener Druckwerkstätten mit dem Centro Internazionale della Grafica die Venezia. Dort wurde, zusammen mit dem Kurator Andreas Kramer, aus zahlreichen Grafiken das Buch produziert.
Die Arbeiten sind in den unterschiedlichsten Techniken, z.B. Radierung, Siebdruck, Linolschnitt, Digitaldruck und Lithografie entstanden und alle im selben Format 20x20 cm gedruckt.
Zur Eröffnung in der Druckwerkstatt werden Videos von Birgit Neumann, Pierluigi Formnasier und Frank Brauer, mit Musik von Marco Brucksdorfer vorgestellt, die bei der Erstpräsentation des Buches in Venedig und in der Kunstfabrik HB55 in Berlin gedreht wurden. Sie vermitteln einen Eindruck von der Vielfältigkeit des über 60 m langen, bzw. wenn zusammengefaltet, würfelförmigen Künstlerbuches.
Das Buch sowie andere Zusammenstellungen der einzelnen Arbeiten werden in den nächsten Monaten in vielen der beteiligten Ländern zu sehen sein. Unter anderem in diesem Frühjahr und Sommer in Rom, Halle und München.
In Vorbereitung befinden sich weitere Ausstellungen in Deutschland, Italien, Brasilien, den USA, Spanien, Frankreich, Ungarn und Japan.
Zur Vernissage wird der Kurator Andreas Kramer anwesend sein und einführende Worte zu dem Projekt sprechen